And the winner is…

Danke Euch allen für die rege Teilnahme an der Verlosung!

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Mein herzlicher Glückwunsch geht an die Gewinnerin

Beate aus Tremsbüttel

Ich wünsche viel Freude am Baby und am Paket ;)!!!

Und Ihr, die Ihr nicht gewonnen habt: Seid nicht traurig. Gott hat genug für uns alle und wird Euch ein anderes Segenstürchen öffnen.

Schaut mal wieder vorbei!

Blessings, Barbara

 

 

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Verlosung Baby-Paket der Zeitschrift „Family“

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Juhuu- Ihr werdet Eltern oder seid sogar schon in der glücklichen Lage, dass Ihr Euer Baby im Arm halten, bewundern und knuddeln könnt!
Herzlichen Glückwunsch zu diesem wunder-vollen Geschenk!!!

Ein kleines Geschenk gibt es in den nächsten beiden Wochen auch auf meinem Blog zu gewinnen: Ich freue mich darüber, dass ich das neu aufgelegte und frisch designte „Baby-Paket“ der Zeitschrift „Family“ vorstellen und verlosen darf (die Teilnahme ist ganz einfach – alle Infos dazu findest Du weiter unten).

Gerne möchte ich Euch einen Eindruck geben, was dieses „Baby-Paket“ alles für Euch bereithält und wie es Euch helfen kann,

besondere Momente zu bewahren,
wichtige Entwicklungsschritte zu datieren,
selbst Kraft zu tanken und ermutigt zu werden
und Gott im Familienalltag zu erleben.

Segen und Zuspruch
Das Paket enthält ein Poster mit einem Bibelvers als Zuspruch  und Ermutigung für Euer Kind ( und auch für Euch ;-):


Glaubenshilfe und Praxistipps
Ihr bekommt ein „Family Baby Special“, d.h. eine extra Ausgabe, die sich besonders an frisch gebackene Eltern richtet und Themen aufgreift, die vor allem junge Familien beschäftigen.
Zusätzlich enthält das Babypaket ein Jahresabo für die Zeitschrift „Family“, so dass Ihr ein Jahr lang gehaltvollen Input rund um Glauben und Familie bekommt.

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Erinnerungen schaffen
Besonders schön finde ich die im Paket enthaltenen „Erinnerungskarten“:
Zu verschiedenen Entwicklungsschritten, Meilensteinen und besonderen Ereignissen gibt es eine extra Karte, auf der das jeweilige Datum eingetragen werden kann. So kannst Du zum Beispiel festhalten, wann Dein Baby zum ersten Mal gelächelt hat, wann es sich das erste Mal gedreht hat, wann es seinen ersten Zahn bekommen hat oder welches Spielzeug Dein Kind besonders gerne mag.
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Den Blick auf das Positive lenken
Toll finde ich das kleine „Danke-Tagebuch“, das mit zum Baby-Paket gehört.
Das abgedruckte Danke-Alphabet lädt ein, den Blick bewusst auf die schönen, freudigen und gelungenen Zeiten des Familienalltags zu lenken. Für eigene Einträge und Dank-Listen ist dann auch reichlich Platz auf den folgenden Seiten
(kleine Anmerkung: das Danke-Tagebuch ist eher ein schmales Heft, das auf recht dünnem Umweltpapier gedruckt ist  -> also  Schutzhülle organisieren 😊).

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Mir persönlich gefällt das Baby-Paket inhaltlich und auch optisch ausgesprochen gut und ich bedauere es, dass ich bei der Geburt unserer Kinder noch nichts davon wusste…Wenn Du Lust hast, auch bald ein solches Paket in Deinem Briefkasten zu finden, dann schreibe mir eine Email an:

mutterherzblog@gmx.de

mit dem Betreff „Verlosung Baby Paket“.
Teilnahmeschluss ist der 17.05.2019.
Unter allen eingegangenen Email-Zuschriften werde ich dann eine Adresse auslosen.
Wer von Euch gewonnen hat,  werde ich am 19.05.2019 auf diesem Blog bekanntgeben (Vorname und Wohnort).

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Gewinnen und in jedem Fall eine segensreiche Zeit mit Deinem Baby!!
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Hier noch das Kleingedruckte:
Teilnehmen können alle, die ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich  oder der Schweiz haben und die mit der Weitergabe Ihrer Postanschrift an den Bundesverlag (Hrsg.  der Zeitschrift „Family“) einverstanden sind. Von dort wird das Babypaket zugeschickt.

Datenschutz: Eure Daten werden nur zum Zweck der Verlosung vorgehalten und danach sofort gelöscht.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Bei Vorliegen wichtiger Gründe behalte ich mir in Absprache mit dem Bundesverlag vor, das Gewinnspiel außerordentlich zu beenden.

 

Thank you past for your lessons

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Foto: pixabay

Wer ich bin, wusste ich ziemlich lange Zeit nicht wirklich.

In der Phase meines Lebens, die eigentlich dazu da ist, sich selbst zu entdecken und auszuprobieren, war meine ganze Energie von innerfamiliären Konflikten geschluckt worden. Das Ziel, irgendwie zu funktionieren und den „Laden“ Familie zusammenzuhalten (als ob ich das gekonnt hätte!), hatte ich zu meiner obersten Priorität gemacht. Ein bisschen ist es so, als ob ich gar keine Teeniezeit gehabt hätte. Ich spielte früh die Rolle einer Erwachsenen und wusste damals noch nicht, dass es meistens nicht gut klappt, bestimmte Entwicklungsschritte einfach zu überspringen.

Natürlich wollte ich trotzdem irgendwann „raus“, was erleben und mir ein eigenes Leben aufbauen. Irgendwie würde das schon klappen. Von meiner eigenen Persönlichkeit hatte ich mir ein Wunschbild gebastelt, wie ich idealerweise zu sein hätte, damit ich möglichst gut bei anderen ankommen würde. Dieses Idealbild formte sich ganz von alleine in meinem Kopf: Die Leute, die beliebt und angesagt waren, waren meistens schlagfertig, modisch gekleidet, unterhaltsam und attraktiv. Na also, ganz klar. Da musste ich hin.  Denn wenn ich diesen Standard erreicht und die Zuneigung möglichst vieler meiner Mitmenschen erworben hätte, dann wäre ich doch sicherlich irgendwie und irgendwann auch irgendwer…Dachte ich.

Gemeinde ist einer meiner Heilungsorte.
Ich war 13, als mich eine Freundin mit auf eine Jugendfreizeit nahm, und seither bin ich der Kirche treu geblieben, an vielen verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Denominationen.
Wenn ich als junge Erwachsene in Gemeinden, auf Seminaren oder in Workshops davon reden hörte, wie wichtig es sei, die eigene Identität zu kennen, dann nickte ich das eifrig ab, machte mir beflissen Notizen zum Thema, blieb aber doch regelmäßig mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn zurück. Identität- ja, klar, natürlich, das brauchte man auf jeden Fall! Aber- was genau war das eigentlich?!?

Wenn Du nach Identität suchst, fehlt Dir etwas so Grundlegendes, dass es schwierig ist, auch nur den nächsten Schritt zu gehen.
Ein bisschen ist es so, als seist Du in einer fremden Gegend ausgesetzt worden mit dem Auftrag, einem bestimmten Weg zu folgen. Nur, dass Du keine Karte, keinen Kompass und erst recht kein Navi hast.  Du stehst verloren in der Gegend rum und schaust all denen hinterher, die ihre Bestimmung kennen und ihr intuitiv folgen.
Wie aber sollst Du Dich auf den Weg machen, wenn es so viele Richtungen gibt und Du noch nicht einmal das Ziel vor Augen hast?

Die Antwort war für mich sehr einfach und sehr schwer zugleich.
Einfach stehenbleiben und den anderen hinterherschauen wollte ich nicht.
Also bin ich eben losgelaufen, mit den Anhaltspunkten, die ich eben so zur Verfügung hatte.
Manche meiner Schritte waren sehr mutig (im Nachhinein vielleicht sogar ein bisschen wagemutig), manche ganz schön wackelig. Manchmal bin ich ein ganzes Stück gegangen und musste wieder umkehren, weil ich gemerkt habe, dass ich in der falschen Richtung unterwegs war. Ich habe Lehrgeld bezahlt und Dinge ausprobiert, die nicht zu mir gepasst haben und mit denen ich gescheitert bin. Obwohl mich dieses Scheitern zum Teil heute noch beschäftigt und traurig macht, hat es mich doch auch irgendwie nach vorne gebracht. Nicht nur, dass ich etwas über meine eigenen Grenzen gelernt habe- das Gefühl, versagt zu haben, hat mich letzten Endes auch weiter in Gottes Arme getrieben. Ich wusste, dass ich meine Scherbenhaufen nicht alleine wieder zusammenpuzzeln kann. Es würde jemanden brauchen, der viel Geduld und Umsicht hat und der mich sogar besser kennt, als ich mich selbst. Jesus.

Ich möchte Euch in den nächsten zwei oder drei Posts mehr davon erzählen, wie Gott mich auf dem Weg zu mir selbst begleitet und geführt hat.
Das heißt nicht, dass ich jetzt mit meiner Reise fertig bin.  Ich habe sogar eine ziemlich starke Ahnung davon, auf welche wunden Punkte mich Jesus vielleicht demnächst wird ansprechen wollen… (aber das hat doch bestimmt noch ein bisschen Zeit, oder???):

Ein gutes Wegstück liegt trotzdem schon hinter mir – das legt allein mein fortgeschrittenes Alter schon nahe (dieses Fass wollen wir jetzt aber wirklich nicht auch noch aufmachen!).

Hinsetzen. Verschnaufen. Zurückblicken.
Danke sagen.
Aus der Vergangenheit lernen: Thank you past for your lessons.
Mich stärken für die nächste Etappe.
Und Euch einladen, mit mir zurück zu blicken, zu staunen, zu loben, zu trauern, loszulassen, zu feiern.

Auf bald vielleicht!

Barbara.

For a child has been born…

 

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Foto: pixabay

… for us!

The gift of a Son- for us!
He´ll take over the running of the world.

His names will be:

Amazing Counselor

Strong God

Eternal Father 

Prince of Wholeness.

(Isaiah 9, The Message)

 

Geht gesegnet von diesem Gott in ein fröhliches und gutes neues Jahr!
Liebe Grüße, viel Frieden und Freude wünscht

Barbara

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Foto: pixabay

 

(Nicht) Ganz normal

 

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Eine so lange Funkstille ist sogar bei Mutterherz ein bisschen ungewöhnlich…
Jetzt, wo ich nach langer Zeit endlich wieder etwas schreibe, merke ich im Nachhinein, dass ich tatsächlich wie gelähmt und unfähig war, irgendwelchen Gefühlen oder Gedanken Ausdruck zu verleihen (zumindest, was den Blog betrifft!). Ja – ohne dass ich das gleich durchschaut hätte, hatte ich eine handfeste Schreibblockade.

Bedingt war diese innere Lähmung durch eine ziemlich schwere Zeit, die meine Familie im Frühjahr durchgemacht hat.
Auch hier und heute kann ich nicht viel von unseren Erlebnissen preisgeben und nur andeutungsweise sagen, dass es unserem Sohn in dieser Phase sehr schlecht ging. Autismus und Schule vertragen sich nicht immer so gut…

Stundenlang habe ich in dieser Zeit geweint und gebetet, stundenlang bei meinem Kind gesessen, gefragt, getröstet, mit den Tränen gekämpft oder einfach mit ihm geschwiegen.
Die Psalmen wurden zu meinem stärksten Halt – ich hatte vorher keine Ahnung, welche Kraft und Tiefe in diesen uralten, existenziellen Gebeten steckt. Sie geben keine schnellen Antworten, sie nehmen keine Abkürzung, sie nehmen Dich mit ins tiefe Tal und auf eine wundersame Weise, die nur in Gottes Wesen und in seiner Gegenwart begründet ist, tragen sie Dich auch wieder nach oben zum Gipfel hinauf.
An jedem einzelnen Tag in diesen Wochen wusste ich: Meine Hände sind absolut leer. Ich habe nicht die Macht, eine komplette Schule zu verändern. Ich habe nicht die Macht, das Herz auch nur eines einzigen Menschen zu wenden. Ich habe nur eine einzige Chance:

Jesus.

Auf Englisch würde ich jetzt schreiben: „And He showed up.“

Er ist auf die Bildfläche getreten.
Er hat zugehört.
Er hat mir Lieder und Bibelworte geschenkt, die mir geholfen haben, weiter zu beten.
Er hat mir Leute über den Weg geschickt, die mich ermutigt haben. Und das hat besonders stark gewirkt, weil diese Menschen aus dem Ausland in unserer Gemeinde zu Gast waren und von meiner Not nicht die geringste Ahnung hatten.
Er hat mir Beterinnen an die Seite gestellt, die Worte gefunden haben, wenn ich gerade keine hatte.
Und als ich verzweifelt um meinen inneren Frieden und mein Vertrauen in Gott gerungen habe, hat er mir durch einen Traum neuen Mut gemacht und mir gezeigt, dass ich durchhalten kann.

Hier und heute sieht alles ganz anders aus:
Mein Sohn geht inzwischen auf die weiterführende Schule.
Vom ersten Tag an habe ich dort zugewandte und verständnisvolle Lehrer getroffen. In der Klasse herrscht ein freundliches Miteinander. Was ich zuvor nur durch zähes Nachfragen, Bitten und Erklären nach Wochen erreichen konnte, scheint jetzt fast eine Selbstverständlichkeit. Mein Kind wird gesehen, gemocht und gefördert, geht morgens wieder ohne Sorgen und Bauchschmerzen zur Schule und kommt müde, aber meistens guter Dinge nach Hause (okay, das variiert je nach Menge der Hausaufgaben…). Statt einer Welle des Frustes standzuhalten, die mir sonst beim Nachhause-Kommen entgegenschlug, muss ich jetzt nur noch die Frage beantworten: „Was gibt es zum Mittagessen?“.
Mit dieser Frage kann ich umgehen, und das, obwohl ich keine besonders gute Köchin bin…

Es tut gut, mir diese Wende vor Augen zu halten. Wie sehr habe ich im Frühjahr gewünscht, dass mir jemand die Last von den Schultern nimmt und ich wenigstens ahnen kann, dass am Horizont ein Silberstreif auftaucht. Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dass sich über Nacht alles ändert und die Welt am nächsten Morgen wieder in Ordnung ist. Folgende Unterhaltung hat sich in dieser Zeit zwischen meinem Mann und mir abgespielt:

Ich: „ Oh Mann, das ist so schwer gerade. Glaubst Du, das Leben wird wieder normal irgendwann?“
Mein Mann: „ Ähm, Schatz- das hier gerade, das ist das normale Leben.“
Ich: „Scheiße.“

Mein schlauer Ehemann hatte höchstwahrscheinlich recht mit seiner nüchternen Analyse.
Und trotzdem hat Gott sich über alle Maßen erbarmt.
Liebevoll hat er dafür gesorgt, dass mein Kind in ein neues, gutes Umfeld gelangt. Fast kommt es mir so vor, als hätte er die Menschen um meinen Sohn herum handverlesen, um ihn über die schweren Enttäuschungen im Frühjahr hinweg zu trösten. Welch großer Trost und welch Erleichterung auch für mein Mutterherz.

Es ist gut, mich an dieses Wunder zu erinnern, es anzuschauen und im Bewusstsein zu haben. Zu oft und zu schnell vergesse ich sonst, was Gott tut.

Und was wir für „normal“ halten, ist oft gar nicht normal, sondern die reinste Gnade:

Was für ein Geschenk, die eigenen Kinder fröhlich zu sehen.
Was für ein Geschenk, wenn freundliche Menschen da sind, die uns verstehen.
Was für ein Geschenk, wenn wir unbeschwerte Tage haben und zusammen lachen können.
Was für ein Geschenk, wenn wir einfach sein dürfen und nicht kämpfen müssen.
Was für ein Geschenk, dass Gott mich hört.

Heute schaue ich hin, schaue weg vom Berg der Arbeit und betrachte sie staunend:
meine Geschenke.
Danke!

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Ferientagebuch Teil 4

Schatzsuche

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Foto: pixabay

Das Setting zu meiner kleinen Begebenheit ist ein christliches Camp auf der Schwäbischen Alb. Seit beinahe drei Jahrzehnten kommen hier jeden Sommer zwischen 1.000 und 2.000 Menschen zusammen, um Gott zu begegnen, ihn mit ihrer Musik anzubeten und um geistliche Impulse und Ermutigung für ihr Glaubensleben zu bekommen.

Als Familie sind wir jetzt zum vierten Mal bei der „Zeltstadt“ (www.zeltstadt-nordalb.de/) dabei. An einem der Abende dort werde ich ganz überraschend beschenkt:

Es ist halb zehn und das Kinderprogramm neigt sich dem Ende zu.  Um meine Kinder auf dem Rückweg von ihren Kindergruppen zurück zu unserem Wohnwagen nicht zu verpassen, stelle ich mich an einen der Hauptwege, die das Camp unterteilen, und warte an der sogenannten „Infohütte“, bis sie vorbeikommen.

Noch lassen sie sich Zeit und schlendern wahrscheinlich gerade gemütlich im Lichtschein ihrer Taschenlampen irgendwo über das Gelände, noch ganz vertieft ins Gespräch mit anderen Kindern und überhaupt nicht in Eile…

Da kommt ein freundlicher, mittelalter Herr auf mich zu und spricht mich an.
Dass man mit Menschen ins Gespräch kommt, die man nicht kennt, ist auf der Zeltstadt nicht weiter ungewöhnlich. Die Atmosphäre unter den vielen Teilnehmern ist locker und ungezwungen, man kann praktisch überall rund um die Uhr irgendjemanden treffen. Trotzdem merke ich, dass diese Person, die da gerade aufgetaucht ist, irgendetwas auf dem Herzen hat und nicht nur über das Wetter, die nächstgelegene Toilette oder das Programm für den kommenden Tag sprechen will.

Höflich stellt sich mir der Unbekannte vor. Ich möge mich nicht wundern, aber er wäre auf einer Schatzsuche, erklärt er mir.
Ich suche nach Schubladen, in die ich diese Begegnung schnell einsortieren kann und denke an Teamwork-Aufgaben, wie man sie manchmal auf Freizeiten oder in Workshops lösen soll: „Besorge in 15 Minuten zwei Wäscheklammern, eine Tüte Gummibärchen und eine Rolle Paketschnur.“ Oder sowas in der Art. Bestimmt steckt so eine Aktion dahinter…

„Also, das klingt jetzt vielleicht komisch…“ (in Gedanken stimme ich zu).  „Aber ich suche nicht nach Gegenständen, sondern nach Menschen. Schauen Sie mal auf meinen Zettel hier.“
Er hält mir einen zerknitterten Notizzettel unter die Nase, den ich aber in der Abenddämmerung kaum entziffern kann.
„Also, jetzt kann man das gerade nicht so gut lesen, aber ich habe heute Morgen gebetet. Und da hat Gott mir gezeigt, dass ich heute Abend zur Infohütte kommen und eine Person ansprechen soll, die ein weißes Oberteil mit schwarzen Querstreifen trägt. Hier auf meinem Zettel steht es.“

Das sitzt.
Ich muss nicht erst an mir herunterschauen.
Weißes Oberteil, schwarze Querstreifen- das bin ich!!!

„Wenn ich eine Schatzsuche mache, frage ich Gott, nach wem ich Ausschau halten soll. Und dann gibt er mir einen Hinweis, wie die Person aussieht und wo ich sie finde. Gott möchte Ihnen sagen, dass Sie ein Schatz sind und dass Er Sie sehr gerne hat. Diese Botschaft darf ich Ihnen heute von ihm weitergeben.“

Wow.
Ich bin ganz überwältigt…Erlebe ich das gerade wirklich hier???
Noch keine Minute stehe ich an genau diesem Platz auf einem 10ha großen Gelände. Unter 1.500 Menschen treffe ich einen Christen, der heute Morgen gebetet und von Gott eine präzise Beschreibung bekommen hat, wie und wo er mich finden kann.
Jesus sieht, welches Oberteil ich anhabe. Er weiß schon im Voraus, dass ich mich an diese Stelle begeben werde, um auf meine Kinder zu warten. Und er schickt seinen Mitarbeiter genau zum richtigen Zeitpunkt los, damit er mich nicht verpasst (das Zeitfenster lag bei ziemlich genau 5 Minuten).
Das ist…HAMMER!!!

Gott hat also meinen Wunsch gesehen und erhört.
Meinen Wunsch danach, dass er mich mit einem Segen berührt, dass er mir ein Zeichen seiner Liebe schickt.
Wie liebevoll ist das…wie großartig arrangiert…wie wunder-voll…und wie demütig, dass sich dieser gläubige Mensch, den Gott als Sprachrohr benutzt hat, nicht zu schade dafür war, um mit seinen Eindrücken und seinem Notizzettel auf Schatzsuche zu gehen…
Wow.
Was für eine Geste von Gott.
Was für ein Geschenk.
Was für eine Liebe.

Mein Herz brennt an diesem Abend ganz neu.

Ich möchte diese Erfahrung nicht für mich alleine behalten.
Ich möchte auch anderen zeigen, dass sie Schätze sind, kostbar und wertvoll und einzigartig in Gottes Augen.
Er sieht auch Dich und weiß, welche Kleidung Du trägst. Ob Du Dich wohlfühlst in Deiner Haut oder nicht. Deinen nächsten Schritt kennt er im Voraus und Deine Gedanken von ferne.
Und das alles nicht, um Dich einzuschüchtern oder zu bedrohen.
Seine unendliche Liebe wirbt um Dich. Du bist gesehen, Du bist wertgeschätzt. Und Du wirst gesucht.

Wenn Du davon nichts spüren kannst und Dir wünschst, dass Dich doch auch mal jemand findet, dann bitte Gott um ein Zeichen.
Er versteckt sich nicht vor Dir.
Er lässt sich gerne von Dir finden.
Und er macht gerne Geschenke.

„Wenn Ihr mich sucht, werde ich mich finden lassen.“ (Jeremia 29, 13).

Sei gesegnet aus der Schatzkammer Gottes mit dem, was Dein Herz heute braucht.

Barbara

Ferientagebuch Teil 3

Waffeln und andere Nebenwirkungen

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Foto: pixabay

Erstaunlich.
Eigentlich bin ich kein besonders optimistischer Mensch. Meine Fantasie ist sehr blühend, aber oft nimmt sie den falschen Abzweig und verleitet mich dann dazu, die Dinge schwärzer zu sehen, als sie in Wirklichkeit sind.
In einer Hinsicht aber bin ich komischerweise ein genauso sturer Optimist, wie das sonst nur mein Mann hinbekommt (der auch bei geschlossener Wolkendecke und strömendem Regen so Sachen sagt wie „Das reißt gleich auf“- und erstaunlich oft Recht damit hat!):

Jahr um Jahr starte ich mit frischer und unerschütterlicher Euphorie in die Sommerferien. Jahr für Jahr notiere ich mir seitenweise Ausflugsziele und Aktivitäten, die dazu bestimmt sind, meinen Kindern (und mir!) eine unvergessliche Sommerzeit zu bescheren. Jahr um Jahr sehe ich uns glücklich vereint in Strandkörben, auf Picknickdecken, in Schwimmbädern und auf Abenteuerspielplätzen, badend, beeren-pflückend, sonnengebräunt, gutgelaunt und sommer-satt.

Und jedes Jahr bin ich von Neuem vollständig verblüfft, dass sich (wieder mal) nicht alle Beteiligten an mein Drehbuch halten, nicht rund um die Uhr eitel Sonnenschein herrscht und sich auch in den Ferien so unschöne Dinge wie Zank, Langeweile, Unordnung und Autismus ereignen.
Jedes Jahr von Neuem findet mein Mann mich irgendwann vor, wie ich verstört auf dem Sofa sitze und mit stierem Blick tonlos vor mich hin murmele: „Wenn die Kinder in der Schule sind, sind sie viel weniger anstrengend…“.

Das erste Ferientief dieser Art haben wir heute durchschritten.
Als ich von meinem Mammuteinkauf zurückkam (der sich übrigens nahtlos an den Mammut-Hausputz angeschlossen hatte), war die Küche ein Chaos, zog sich eine Dreckspur durch den Flur und wurde vor dem Haus diskutiert, wie der Waffelverkauf am besten zu organisieren sei. Welcher Waffelverkauf? Das habe ich mich auch gefragt. Vor der Haustüre stand ein provisorisch aufgebauter Tisch. Der kleine Nachbarsjunge schleckte seelenruhig Teig aus einer Schüssel, während meine mittlere Tochter beherzt das Waffeleisen schrubbte, denn „der Teig klebt so fürchterlich.“ Drumherum stand noch eine Handvoll Kinder und stritt darüber, wie man am schnellsten und gewinnbringendsten Waffeln verkauft. Ich hoffte insgeheim, dass niemand aus der Nachbarschaft etwas von diesen Waffeln kaufen würde- die hygienischen Zustände schienen mir …sagen wir mal: nicht ganz einwandfrei. Ob ich wohl noch ein paar Eier vom Einkaufen mitgebracht hätte, wollten die Kinder wissen…

Im Wohnzimmer, wo ich mitsamt meinen 12 Einkaufstaschen Zuflucht suchte, waren großzügig alle unsere Bastelsachen verteilt (anscheinend war dem Waffelverkauf ein expressionistisches Kreativ- Projekt vorausgegangen), während mein Mann- der Tiefenentspannte- ganz gemütlich vor dem Fernseher saß und sich ein Tennis-Match ansah.

Zum Glück konnte ich mich im letzten Moment beherrschen.
Weder habe ich dem Impuls nachgegeben, den Verkaufsstand meiner Kinder umzuschmeißen (obwohl es dazu ja sogar einen biblischen Bezug gegeben hätte!), noch habe ich meinem Mann Vorhaltungen gemacht, dass er einfach dasitzen und tatenlos zusehen kann, wie unser Haus von einer Welle aus Waffelteig und Klebstoff überrollt wird.
Stattdessen habe ich in einer Art Übersprungshandlung drei Körbe Wäsche gefaltet und mich dann ganz schnell ins Schlafzimmer zurückgezogen.

Mein Mann, der tiefenentspannte Sportfan, hat erst noch mitverfolgt, wer das Herren-Finale in Wimbledon gewonnen hat. Dann hat er das Waffeleisen gesäubert.

Außerdem hat er meinen Kindern ein paar Waffeln abgekauft und mir dann eine ins Schlafzimmer gebracht.
Nachdem ich mich wieder etwas von dem Chaos-Schock erholt hatte (ich weiß, ich bin in dieser Hinsicht ein bisschen empfindlich), habe ich mich gefreut
-wie tüchtig meine Kinder sind
-was sie alles auf die Beine stellen
-dass sich ihre Fantasie zumindest nicht ausschließlich aus Computerspielen speist
– und dass es in unserer Nachbarschaft manchmal ein bisschen wie im Möwenweg zugeht.

Die Waffeln haben übrigens sogar ganz lecker geschmeckt.

Und Ferien sind eigentlich auch gar nicht schlimm.
Man braucht halt nur die richtigen Freizeitaktivitäten.

Liebste Sommergrüße,

Barbara

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Foto: pixabay