Archiv für den Monat November 2014

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Geschenk-Idee

Hallo Ihr Lieben,

hier ein kleiner Tip aus meiner Geschenke-Kiste.
Meine Kinder und ich haben eine gemeinsame Lieblings-CD fuer die Vorweihnachtszeit:

“Du lieber Himmel” von Daniel Kallauch.

Auf der CD wird die Weihnachtsgeschichte fuer Kinder erzaehlt bzw. erklaert und mit 12 Liedern untermalt. In dem Hoerspiel unterhalten sich Daniel Kallauch und sein Spassvogel Willibald ueber den Sinn von Weihnachten. Meine Kinder lachen sich immer halb kaputt ueber die Sprueche von Willibald- und ich gebe zu: ich lache mit! Obwohl die Dialoge witzig sind, kommt der Tiefgang nicht zu kurz. Die Lieder dazu gehen schnell ins Ohr und haben gehaltvolle Texte.

Seit wir die CD haben, bereichert sie unsere Adventszeit, bringt uns zum Lachen und waermt uns die Herzen.

Deswegen wollte ich Euch diesen Tip unbedingt weitergeben.

Das wars schon fuer heute!

Liebe Gruesse,

Barbara

PS.: Unter http://danielkallauch.de/termine/ findet Ihr auch die Tourdaten fuer die Weihnachtskonzerte von Daniel Kallauch. Wenn Ihr Kinder zwischen 5 und 8 habt (mit aelteren Kindern kenne ich mich nicht so aus…), dann werdet Ihr bestimmt Spass daran haben!

Sorglos

Keine Ahnung, ob Euch das auch manchmal so geht, aber ab und zu beschleicht mich das Gefuehl, dass diese Erde kein wirklich heimeliger Platz ist.

Einerseits geht es mir unverschaemt gut: Ich habe ein Dach ueber dem Kopf. Ich habe es warm, auch wenn es draussen kalt ist. Wir haben mehr zu essen, als wir brauchen, und koennen uns allen Ernstes den Satz leisten: “Iiiih, das mag ich nicht!”. Natuerlich leide ich, wie jede Frau, an der Wahnvorstellung, dass ich viel zu wenige Kleider besitze, und kaum komme ich vom Shoppen nach Hause, faellt mir ein, welches Teil ich eigentlich unbedingt noch braeuchte, damit ich was zum “Kombinieren” habe. ABER in Wirklichkeit besitze ich weit mehr als genug.
Wir leben in politisch stabilen Verhaeltnissen. Ich kann mich sicher auf der Strasse bewegen (okay, ausser wenn ich Auto fahre vielleicht…), ohne dass ich Angst vor Gewalttaten oder sonstigen Unruhen haben muesste.
Meine Krankenversicherung garantiert mir, dass ich genau die aerztliche Versorgung bekomme, die ich benoetige.
Und darueber hinaus habe ich eine intakte Familie (mal sehen, wie sich das im naechsten Beitrag anhoert, haha), Freunde und Zeit, um meinen Hobbies nachzugehen (jedenfalls hin und wieder…). Traumhaft, eigentlich.

Doch dann sickern ab und zu diese beunruhigenden Nachrichten zu mir durch, die ich -ich gebe es zu- am liebsten ausblenden wuerde:

  • Eine Seuche greift um sich. Erreicht sie auch uns?
  • Ein Terrorist schiesst auf Menschen, ein Soldat stirbt. Alles nicht weit weg von uns. Wo schlaegt die naechste Kugel ein?
  • Ein Diktator greift nach mehr Macht- und nach fremdem Land. Wird auch mein Land in diesen Konflikt mit hinein geraten?
  • Extremisten gewinnen an Einfluss und handeln skrupellos. Wer kann sie in ihre Schranken weisen?

Und dann, in meiner eigenen kleinen Welt:

  • Ich bekomme diesen zweideutigen Befund: Ein Knoten. Es koennen die guten Zellen sein. Vielleicht sind es aber auch die boesen…
  • Ein schlechter Mathetest kommt nach Hause. Unser Kind kann rechnen. Aber es kann sich nicht immer aufs Rechnen konzentrieren. Wie wird es ihm und uns gelingen, diese Schwaeche auszugleichen?
  • Im Sommer werden wir wieder in die Heimat zurueckkehren und von Kanada nach Deutschland umziehen. Was wird uns dort erwarten? Fuer Dennis und mich wird es im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel. Fuer unsere Kinder nicht. Neue Stadt, neue Schule, neue Lehrer, neue Klassenkameraden. Eine andere Kultur als die, in der sie die letzten vier Jahre ihres bislang kurzen Lebens verbracht haben: andere Sportarten, andere Abzaehlreime, andere Spiele auf dem Pausenhof, eine andere Sprache- wie wird das???

Wie Ihr an meiner umfangreichen Aufzaehlung erkennen koennt: Ich weiss gut, wie es geht, sich Sorgen zu machen!! Da bin ich nicht auf fremde Hilfe angewiesen…
Vorgestern hatte ich beim Autofahren etwas Zeit, meinen Gedanken nachzuhaengen. Einige der Dinge, die ich oben aufgelistet habe, sind mir dabei in den Sinn gekommen. Mir wurde schwer ums Herz. So gut es mir auch im Alltag geht -selbst in meiner kleinen Welt ist nicht alles heil, von der grossen Welt da draussen ganz zu schweigen. Ich konnte regelrecht dabei zusehen, wie sich der Horizont vor meinem inneren Auge verdunkelte und die Last der Welt sich auf meine Seele legen wollte.

Aber auf einmal kam mir noch ein ganz anderer Gedanke in den Sinn:
Gott ist ja auch noch da…
Und Gott weiss ja um all die grossen, globalen Kaempfe und auch die kleinen, alltaeglichen Sorgen, die ich mir mache.
Trotzdem macht Er sich keine Sorgen!
Ich sorge mich. Aber Gott sorgt sich nicht.
Gott weiss schon Bescheid.

Als ich 7 oder 8 Jahre alt war hatte ich mal eine starke Lungenentzuendung. Ich konnte schlecht schlafen und fuehlte mich ziemlich elend. In der Nacht muss ich wohl nach meinen Eltern gerufen haben. Auf jeden Fall kam irgendwann mein Papa zu mir ins Zimmer, legte eine Matratze auf den Fussboden neben mein Bett und blieb bei mir. Ich weiss sogar noch, dass er mir mitten in der Nacht eine Geschichte vorgelesen hat. Obwohl ich immer noch genauso krank war, ging es mir doch irgendwie besser: Die Tatsache, dass mein Vater bei mir war, troestete mich. Seine Naehe war beruhigend und wohltuend. Ich wusste, dass er mich nicht im Stich lassen wuerde. Das tat mir gut.

Dieses Gefuehl, dass da noch jemand ist -groesser, staerker, schlauer und erfahrerener als ich- das gilt auch heute noch. Das Wissen um meinen Papa im Himmel beruhigt mich. Es schenkt mir eine Gelassenheit, die ich von mir selbst sonst gar nicht wirklich kenne.

Ich wunesche mir fuer Dich und fuer mich, dass dieses Wissen tief in unsere Herzen hineinfaellt. Dass es nicht nur ein troestlicher Gedanke oder eine hilfreiche Theorie bleibt, sondern eine reale Erfahrung, die sich fuer uns mit Leben fuellt.
Ich weiss, dass ich noch am Anfang dieses Weges stehe, aber immer wieder – so wie neulich in meinem sorgenvollen Moment- merke ich, dass mein Vertrauen in Gott nicht ins Leere laeuft. Dass ich tatsaechlich ein Gegenueber habe, wenn ich bete. Und dass Gott nicht nur hoert, sondern auch antwortet. Die Antwort, die ich bekommen habe, war ziemlich schlicht, aber weil sie mich persoenlich gemeint und getroffen hat, war sie so beeindruckend und beruehrend fuer mich: “Ich bin da. Du brauchst keine Angst haben.”
Es war keine ferne, dunkle, bedrohliche Stimme, die irgendwo aus dem All zu mir durchgedrungen ist. Es war eine leise, vertraute, warme Stimme, eine Stimme, die zu meinem Herzen gesprochen und mich von innen gewaermt hat, gerade, als sich die Welt fuer mich so kalt und ungastlich angefuehlt hat.

Die Krisenherde rund um den Globus gibt es trotzdem noch. Krankheit und alltaegliche Herausforderungen auch.
Aber es gibt ein Geheimnis, das wir entdecken koennen, wenn wir anfangen, Gott zu suchen:

“Denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen.” (Roemer 8,28)

Wie genau Gott das anstellt, dass diese Gleichung am Ende des Tages aufgeht, kann ich nicht beantworten. Aber ich vertraue darauf. Ich vertraue dieser liebevollen Stimme, die ich ab und zu hoeren kann. Ich vertraue Gott, dass er Wort haelt und bei mir ist, manchmal spuerbar und manchmal im Verborgenen. Aber zuverlaessig, wie ein guter Vater eben, Tag und Nacht.

Es gibt einen song, den ich gerne mag, und der etwas Aehnliches ausdrueckt:

Your Love Never Fails – Jesus Culture

Ich schicke Euch fuer heute liebe Gruesse und wuensche Euch vieeel Vertrauen und Sorglosigkeit!

Eure Barbara