Wert. Voll: Meine Tochter und ich.

Bild: Anastasia Gepp, pixabay

Mein Herz ist bis in die letzte Faser vollgepumpt mit Dankbarkeit und Freude.

Ich schaue zurück auf ein Wochenende, das mich tief erfüllt, ermutigt und gleichzeitig erholt hat, ein Wochenende voll guter Impulse, Begegnungen, Gespräche und Kreativität:

Zusammen mit meiner mittleren Tochter war ich bei einem „Mama-und-Ich“-Seminar von Team F. und hätte nie für möglich gehalten, dass uns diese gemeinsame Zeit so gut tun würde!
Die Mitarbeiterinnen haben uns mit einem liebevoll und kreativ gestalteten Programm, vor allem aber mit ihrer ehrlichen und herzlichen Art ein großes Geschenk gemacht:
Sie haben uns einen Raum geöffnet, nach dem sich jedes Mädchen und jede Frau im tiefsten Inneren sehnt und wie man ihn nur selten findet:
Einen Raum der Wertschätzung.

Diese Wertschätzung hat sich wie ein roter- oder sollte ich nicht sagen goldender?- Faden durch das ganze Wochenende gezogen.
Es ist schön, sich  zu der eigenen Tochter zu bekennen  aufzuzählen, was man an ihr schätzt und mag- und das sogar noch „öffentlich“ oder zumindest vor der ganzen Gruppe.
Es ist schön, sich bewusst zu machen, welche Gegenstände, Hobbies oder Vorlieben mich mit meinem Kind verbinden. Selbst wenn dabei nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch Unterschiede zu Tage treten, ist das okay und aufschlussreich.
Schön ist es, herauszufinden, wie  ich meiner Tochter am besten meine Liebe zeigen kann:
Mag sie es besonders, wenn sie Zeit mit mir verbringt?
 Wenn ich sie lobe und ihr Anerkennung gebe?
Wenn ich ihr mit kleinen MItbringseln oder Geschenken eine Freude mache?
 Wenn ich mit ihr kuschele oder ihr mit Rat und Tat helfe?
Welche Art der Zuwendung erreicht ihr Herz am schnellsten und wie kann ich im Alltag Wege finden, um den Liebestank meines Kindes volllaufen zu lassen (ach wie schön, ich darf hier ein Wort mit drei „l“ hintereinander schreiben- das füllt zwar nicht meinen Liebes-, aber dafür meinen Rechtschreibtank…)?
Richtig Spaß macht es auch, sich gemeinsam kreativ oder sportlich auszutoben. Wir haben zum Beispiel gemeinsam eine ausrangierte Dachziegel (ja, genau, Dachziegel) up-gecycelt und beschriftet, einen Bilderrahmen und außerdem Annies Fingernägel bemalt, einen Tanz einstudiert (also zumindest einen Teil davon 😉) und die Nestschaukel auf dem Spielplatz gerockt.
Gelacht haben wir viel.
Gut gegessen.
Uns gute Zusagen zu-singen lassen.
Uns in die Augen gesehen und genossen, dass wir einmal nicht zwischen Tür und Angel, Hausaufgaben und Wäsche, Schule und Arbeit ein paar schnelle Worte wechseln, sondern uns treiben lassen können, Zeit zum Albernsein und für Gemeinschaft haben.

All das war möglich, weil drei tolle Frauen und ihre Töchter ihre Herzen weit geöffnet haben und uns Einblick in ihre Familiengeschichten und Erfahrungen gegeben haben.
Aber auch die anderen Teilnehmerinnen haben mich durch ihre Diskussionsbeiträge und Alltagsbeispiele inspiriert und ermutigt, mich nicht mit meinen eigenen Fragen oder Schwierigkeiten zu verstecken, sondern ehrlich anzuschauen, was gut läuft oder weniger gut läuft und was an Herausforderungen in den Teeniejahren unserer Kinder auf uns warten wird.

Diese Zeit des Umbruchs wird nicht einfach sein- diese Botschaft kam bei mir an.
Es ist unmöglich, immer alles richtig zu machen- diese Botschaft kam auch an.
Unsere Kinder werden aber wahrnehmen, wenn wir ein echtes Interesse an ihrem Leben zeigen, wenn wir gesprächsbereit sind und trotzdem eigene Standpunkte vertreten. Sie werden spüren, ob ihnen auch im Gefühlschaos, in Meinungsverschiedenheiten, in Konflikten und modischen Differenzen unsere bedingungslose Liebe gilt.
Und sie werden es zu schätzen wissen, wenn wir uns nicht als ihre großen Schwestern oder besten Freundinnen inszenieren, sondern ihre Mütter bleiben- unvollkommen, wie wir sind, aber entschlossen, unsere Töchter (und natürlich auch Söhne 😉) durch diese Zeit des Umbruchs zu navigieren und sie mehr und mehr in die Freiheit zu entlassen.

Eine große Aufgabe- deshalb bin ich auch froh, dass wir unter den Segen Gottes gestellt sind und nicht alles alleine schaffen müssen.
Denn Gemeinschaft tut gut.
Mit meinem Kind.
Mit anderen Müttern.
Mit Gott.

Es gibt so viele Wege, in Gemeinschaft zu kommen.
Suche einen Weg, der zu Dir passt.
Ich finde, es lohnt sich.

Danke, Team F., für eine Schatzkiste guter Impulse und Ermutigungen.
Und danke, meine Tochter, dass Du dabei warst und mich so oft und reich beschenkst.

Bild: mapelamber, pixabay

2 Gedanken zu „Wert. Voll: Meine Tochter und ich.

  1. Johanna

    Liebe Barbara, Danke dass du diese Erlebnisse mit uns teilst. Es inspiriert mich. Ich habe solche Zeiten zu zweit mit einem Kind bisher auch immer als sehr wertvoll erlebt und will das unbedingt wieder einplanen.
    Ganz liebe Grüße, Johanna

    Antwort
  2. 5heringe Autor

    Das freut mich, liebe Johanna! Ja, es ist gar nicht leicht, sich die Zeit für „nur“ ein Kind freizuschaufeln. Bei mir war das in diesem Fall auch echt umkämpft- aber es hat sich total gelohnt!.Ich wünsche Dir, dass Du gute Ideen und ein gutes Timing dafür findest :-)!
    Liebe Grüße!

    Antwort

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