Still. Stand.

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Foto: pixabay von pasja 1000

 

Viel ist schon gesagt und geschrieben worden über die Krise, die uns momentan befallen hat und der keine/r von uns ausweichen kann.
Informationen überschlagen sich; neue Verordnungen mischen sich mit Falschmeldungen, Berichte aus roten Zonen und Krisengebieten machen ebenso die Runde wie besorgte Fragen und die Mahnungen, Ruhe zu bewahren und weder panisch zu hamstern, noch sorglos zu feiern.
Alle Kommunikation – bis auf die Falschmeldungen natürlich!!!- hat ihre Berechtigung.
Wir suchen Halt durch Informationen und Austausch.
Das ist völlig normal und macht auch unseren Kern als soziale Wesen aus.

Corona hält uns aber auch eine Tatsache vor Augen, die vor allem wir privilegierten, leistungsorientierten Westler oft nicht im Blick haben:
Wir haben nicht alles im Griff.
Bis vor wenigen Tagen lief der Alltag noch geordnet und smooth vor sich hin (so scheint es jedenfalls im Rückblick 😊): Urlaubsplanung, Hausaufgaben, Job, Ehrenamt, Einkaufstouren, Fußballturniere, Pausenbrote… Alles ging seinen Gang.

Der ist jetzt runtergeschaltet.

Trotz aller Informationsfülle:
Es wird still.
Weniger Termine. Weniger Verpflichtungen. Weniger Besorgungen. Weniger Kontakte.
Zwangspause.
Stillstand?

Meine persönliche Stille möchte ich nicht nur mit sorgenvollen Gedanken füllen.
Wie die meisten anderen Mütter und Väter spüre auch ich, dass ich Kraft und Weisheit brauchen werde, um die vor uns liegenden Tage und Wochen trotz Zwangspause mit Leben zu füllen.

Und das beginnt für mich zuallererst in meinem eigenen Herzen:
Ich bitte Jesus darum, dass ich die Stille nutzen werde, um ihn zu suchen.
Still werden, um meinen Stand in ihm zu finden.
Still werden, um das in mir aufzunehmen, was mein eigenes Herz und auch das Herz meiner Familie in diesen merkwürdig stillen und doch stürmischen Zeiten braucht:
Die Vergewisserung, dass bei Jesus nichts außer Kontrolle gerät.
Die Vergewisserung, dass er an jedem Tag der Krise bei uns sein wird.
Die Vergewisserung, dass ich bei ihm die nötige Kraft, Geduld und Weisheit für jeden einzelnen Tag finden werde.
Die Vergewisserung, dass der äußerliche Stillstand mir inneres Wachstum schenken wird, wenn ich auf Jesus schaue.

Das möchte ich probieren, demütig, unvollkommen, mal hoffnungsvoll und mal ängstlich, so wie ich eben bin.

Und für heute finde ich meinen Stand in der Stille, wenn ich mich an diesem Vers festhalte:

God cares, cares right down to the last detail.
(Jakobus 5, 11; The Message).

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Foto: pixabay, von Tanya Patxot

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