Mutter(herz)tag

Liebe Mamas,

Ich weiss, Ihr habt das nicht noetig.

Wie das halt oft so ist, schreibe ich vieles bestimmt einfach deshalb, weil es fuer mich selbst wichtig ist, in der Hoffnung, dass da draussen jemand ist, der –oder in diesem Fall die- mit mir mitfuehlt, mich versteht, etwas Aehnliches erlebt hat oder dieselben Fragen hat wie ich.

Heute will ich mich ermutigen- und Euch auch!!
Heute will ich mich sogar selbst loben, oder vielleicht besser: anfeuern. Und Euch auch!!
Heute will ich mir selbst Hoffnung, Mut und Perspektive zusprechen. Und Euch auch!!!
Wir sind naemlich wichtig, wir Muetter.
Jawoll!

Wir haben einen Job, der eine immense Verantwortung, gewaltige Moeglichkeiten, enormen Stress und jede Menge Herausforderungen mit sich bringt.
Wir haben einen Job, der, von aussen betrachtet, so wenig glamouroes und attraktiv erscheint, dass es heutzutage schon fast peinlich ist, wenn man „nur“ Mutter ist und sonst nichts (womit ich jetzt nicht sagen will, dass nur die Vollzeit-Mamas die wahren Mamas sind…!).
Wir haben einen Job, der wenig Output zu bringen scheint.
Vieles von dem, was wir tun, kann einem fast sinnlos erscheinen, wenn man darueber nachdenkt (deshalb ist es manchmal auch von Nachteil, wenn man eine Mutter ist, die viel nachdenkt, aber das nur am Rande): Kaum ist die Waesche gewaschen, zusammengelegt und womoeglich sogar in die richtigen Schraenke sortiert, landet sie auch schon wieder im Waeschekorb. Kaum ist der Boden gewischt, kommt jemand von draussen reingestuermt und hinterlaesst eine Spur aus Sand, Matsch, Erde oder Gras. Kaum ist das Essen gekocht, ist es auch schon wieder verputzt. Und wenn die Kinder es nicht angeruehrt haben, weil sie es zu eklig fanden, steigert das die Sinnhaftigkeit der Sache auch nicht gerade…
Manchmal scheinen wir auf der Stelle zu treten: „Sag Bitte und Danke“, „Raeume Deinen Teller in die Spuelmaschine“, „Hau Deinen Bruder nicht“, „Mach die Tuere leise zu (fuer Fortgeschrittene…)“, „Troedel nicht so“… – manche Saetze wiederholen wir mantra-artig und haben dabei das Gefuel, dass wir auch einfach eine Kassette besprechen und abspulen koennten.
Geschwisterstreit und –neid, das Austesten der Grenzen, kotzende Kinder (immer gleich alle hintereinander, und immer nachts), endlose Waescheberge, verloren gegangene Schnullis, Schulstress…- wir haben’s nicht leicht! Stimmt’s????

Und doch haben wir mit jedem Kind, das uns anvertraut ist, einen unglaublich wertvollen Schatz empfangen.
Ein Menschenleben, das einzigartig ist. Ein Kind mit Faehigkeiten, Begabungen, Ideen und einer Persoenlichkeit, die es so kein zweites Mal auf dieser Welt gibt. Ein Kind mit einem Potenzial, das wir vielleicht selbst manchmal gar nicht ahnen. Ein von Gott erdachter, geliebter und wertgeschaetzter Mensch.

Und wir als Muetter (und natuerlich auch Vaeter, aber Ihr seid halt erst im Juni dran…) haben die grosse, aufregende, wunderschoene, sauschwere und beglueckende Aufgabe, diese Ebenbilder Gottes in ihr Leben zu begleiten. Wir duerfen Einfluss nehmen auf sie, ihr Denken und ihr Handeln formen, an dem Bild mitarbeiten, das sie von sich selbst, von ihren Mitmenschen und von der Welt haben werden, duerfen ihnen vermitteln, was gut und boese ist, was das Leben foerdert und was das Leben zerstoert, duerfen ihnen Beziehung und Naehe und Waerme vorleben, ihnen Freude und Lust auf Neues machen, sie in ihren Faehigkeiten bestaerken und sie in unseren Glauben an Gott mit hineinnehmen.
Wir haben unseren Anteil daran, dass sie spaeter zu aufrichtigen Freunden und verantwortungsvollen Kollegen werden, dass sie bereit sein werden zu teilen sich fuer andere einzusetzen und das Leben ihrer Mitmenschen zu respektieren. Wir koennen nichts davon „machen“, aber wir koennen unsere Kraft, unser Herzblut und unsere Gebete dafuer einsetzen.

WOW.
Eine Hammer-Aufgabe. Grossartig! Ein bisschen zu grossartig, an manchen Tagen…

Wie gut, dass wir dabei nicht alleine sind.
Wie gut, dass Gott weiss, dass Muttersein unendlich schoen und unendlich schwer sein kann.
Wie gut, dass er die Gebete von uns Muettern hoert. Ich glaube, dass wir einen besonderen Zugang zu seinem Herzen haben, wenn wir fuer unsere Kinder beten.

Wie gut, dass wir uns auch gegenseitig aufmuntern, ermutigen, anfeuern und beraten koennen. Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich bei der naechsten Gelegenheit, die sich mir bietet, einer anderen Mama ein Kompliment machen werde. Wer schon jemals aus dem Mund anderer Leute gehoert hat, wie toll die eigenen Kinder sind, der weiss, dass es kaum ein besseres Gefuehl gibt, als sich in seiner Aufgabe als Mutter (oder Vater) bestaerkt zu fuehlen.
Das waere doch ein schoenes Muttertags-Geschenk (wenn auch verspaetet), wenn wir einer anderen Mutter das Gefuehl geben koennen: Du machst es gut. Du machst es richtig. Die Welt um Dich herum findet Deinen Job nicht glamouroes. Keiner staunt, weil Du Windeln wechselst und Geschirr abspuelst. Aber DU bist wichtig. Dein Job ist wichtig. Deine Kinder sind wichtig. Gott findet Dich wichtig.
Sei zum Muttertag ermutigt und vergewissert, dass Dein Job ewigen Wert hat.

Liebste Mutterherz-Gruesse von
Barbara

2 Gedanken zu „Mutter(herz)tag

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